Du sagst „I become a steak” im Restaurant – und der Kellner schaut dich an, als hättest du den Verstand verloren? Willkommen im Club. Millionen Deutsche tappen beim Englisch-Lernen in dieselben Fallen, weil sie ihre Muttersprache 1:1 ins Englische übertragen.
Das Tückische: Viele dieser Fehler schleichen sich so tief ein, dass man sie jahrelang wiederholt, ohne es zu merken. Hier kommen die 5 häufigsten Stolperfallen – und wie du sie ab sofort vermeidest.
Fehler Nr. 1: False Friends – Die fiesen falschen Freunde
Beispiel: „I become a coffee, please.” (Falsch!) – Richtig: „I’ll have a coffee, please.” oder „Can I get a coffee, please?”
„Become” bedeutet nicht „bekommen”, sondern „werden”. Wer im Londoner Café sagt, er „werde” ein Kaffee, erntet bestenfalls ein Schmunzeln. Sogenannte False Friends – also Wörter, die im Deutschen und Englischen ähnlich klingen, aber völlig unterschiedliche Bedeutungen haben – gehören zu den hartnäckigsten Fehlerquellen. Weitere Klassiker: „gift” heißt nicht Geschenk im Sinne von „das ist ja giftig”, sondern tatsächlich doch Geschenk – aber „Gift” (Poison) existiert eben auch im Hinterkopf. Oder „eventually”, das eben nicht „eventuell” bedeutet, sondern „schließlich”.
So vermeidest du diesen Fehler: Lege dir eine persönliche Liste der häufigsten False Friends an und hänge sie an deinen Schreibtisch. Apps wie Babbel trainieren gezielt solche Stolpersteine mit kontextbasierten Übungen, sodass dein Gehirn die richtige Bedeutung abspeichert – nicht die deutsche Falle.
Fehler Nr. 2: Deutsche Satzstellung ins Englische pressen
Beispiel: „Yesterday went I to the cinema.” (Falsch!) – Richtig: „Yesterday I went to the cinema.”
Im Deutschen rutscht das Verb gerne an die zweite Stelle – egal, was am Satzanfang steht. Die sogenannte Verb-Zweit-Stellung (V2) ist ein Grundprinzip der deutschen Syntax. Im Englischen gilt dagegen fast immer: Subjekt vor Verb (SVO-Struktur). Wer die deutsche Wortstellung einfach übernimmt, baut Sätze, die für Muttersprachler holprig bis unverständlich klingen. Besonders in Nebensätzen wird es chaotisch, weil Deutsche das Verb instinktiv ans Ende schieben wollen.
So vermeidest du diesen Fehler: Merke dir die goldene Regel – im Englischen steht das Subjekt (fast) immer vor dem Verb. Lies regelmäßig englische Texte und achte bewusst auf die Satzstellung. Schon 10 Minuten täglich mit einem englischen Buch oder Nachrichtenartikeln trainieren dein Sprachgefühl enorm.
Fehler Nr. 3: Das „th” wie ein „s” oder „d” aussprechen
Beispiel: „I sink zis is a good idea.” (Falsch!) – Richtig: „I think this is a good idea.” (mit Zunge zwischen den Zähnen!)
Der „th”-Laut existiert im Deutschen schlicht nicht. Deshalb ersetzen ihn viele durch „s”, „d” oder „z” – und aus „think” wird „sink” (sinken), aus „three” wird „free” (frei). Klingt harmlos? Kann aber zu echten Missverständnissen führen. Die beiden Varianten des „th” – stimmhaft wie in „this” und stimmlos wie in „think” – sind sogenannte dentale Frikative, bei denen die Zungenspitze leicht zwischen den oberen und unteren Schneidezähnen liegt. Ein Laut, den kein deutscher Dialekt kennt.
So vermeidest du diesen Fehler: Übe den Laut vor dem Spiegel. Zungenspitze leicht zwischen die Zähne, dann sanft Luft ausstoßen. Wiederhole Wortpaare wie „think/sink”, „three/free” und „this/dis” so lange, bis dein Mund die Bewegung automatisiert. Podcasts und Sprachlern-Apps mit Spracherkennung geben dir dabei direktes Feedback zu deiner Aussprache.
Fehler Nr. 4: Present Perfect und Simple Past verwechseln
Beispiel: „I have been to London last year.” (Falsch!) – Richtig: „I went to London last year.”
Deutsche benutzen das Perfekt („Ich bin letztes Jahr nach London gefahren”) im Alltag ständig – und übertragen es direkt ins Englische als Present Perfect. Das Problem: Im Englischen darfst du das Present Perfect nicht mit einem konkreten Zeitpunkt in der Vergangenheit kombinieren. Sobald „last year”, „yesterday” oder „in 2019″ im Satz steht, muss das Simple Past ran. Das Present Perfect beschreibt dagegen Handlungen, die bis in die Gegenwart hineinwirken oder deren Zeitpunkt irrelevant ist: „I have been to London” (irgendwann, Zeitpunkt egal). Diesen feinen, aber entscheidenden Unterschied gibt es im Deutschen nicht.
So vermeidest du diesen Fehler: Faustregel – steht ein konkreter Zeitpunkt im Satz, nimm das Simple Past. Fehlt der Zeitpunkt oder ist er unwichtig, greif zum Present Perfect. Babbel erklärt solche Grammatikregeln mit anschaulichen Beispielen und Alltagsdialogen, sodass du die Zeitformen nicht nur verstehst, sondern intuitiv richtig anwendest.
Fehler Nr. 5: „Make” und „Do” wahllos einsetzen
Beispiel: „I have to make my homework.” (Falsch!) – Richtig: „I have to do my homework.”
Im Deutschen gibt es nur „machen” – im Englischen stehen dir „make” und „do” zur Verfügung, und die beiden sind alles andere als austauschbar. Grob gesagt: „Make” steht für etwas Erschaffen oder Herstellen (make a cake, make a decision, make a mistake). „Do” beschreibt Tätigkeiten und Aktivitäten, bei denen kein physisches Produkt entsteht (do homework, do the dishes, do a favour). Die Zuordnung folgt allerdings keiner glasklaren Logik – viele Kombinationen sind schlicht Kollokationen, also feste Wortverbindungen, die man auswendig lernen muss.
So vermeidest du diesen Fehler: Lerne „make” und „do” nicht isoliert, sondern immer in festen Verbindungen. Erstelle zwei Spalten und ordne neue Ausdrücke konsequent zu. Sprachlern-Apps wie Babbel setzen genau auf dieses Prinzip: Sie präsentieren Vokabeln im Kontext ganzer Sätze, wodurch sich korrekte Kollokationen viel schneller einprägen als durch stumpfes Pauken einzelner Wörter.
So verbesserst du noch heute dein Englisch
Alle fünf Fehler haben eines gemeinsam: Sie entstehen, weil du deutsche Muster unreflektiert ins Englische überträgst. Der schnellste Weg raus aus dieser Falle? Regelmäßiger Kontakt mit echtem Englisch – und zwar nicht nur passiv durch Netflix, sondern aktiv durch Sprechen, Schreiben und gezielte Übungen. Schon 15 Minuten tägliches Training reichen aus, um spürbare Fortschritte zu erzielen. Sprachlern-Apps sind dafür ideal, weil sie sich deinem Niveau anpassen, Fehler sofort korrigieren und dich mit kurzen, alltagstauglichen Lektionen bei der Stange halten.
Besonders Babbel hat sich für deutschsprachige Lerner bewährt: Die App wurde von Sprachwissenschaftlern entwickelt, bietet Kurse, die speziell auf typische Fehler von Deutschsprachigen zugeschnitten sind, und trainiert Grammatik, Vokabeln und Aussprache in einem. Mit Abo-Preisen ab 8,99 € pro Monat (im Jahresabo) bekommst du Zugang zu allen angebotenen Sprachen – nicht nur Englisch. Wer lieber einmal zahlt und für immer lernt, greift zum Lifetime-Zugang für 299,99 €.
